Pyro-Constellation Feuerwerk: Feuerwerksfotos, Feuerwerksberichte und Feuerwerksbilder!
StartseiteKalenderWettbewerbeFeuerwerkeWissenTechnikSonstiges
Wissen  >  Silvesterfeuerwerk in Deutschland und aller Welt

Silvesterfeuerwerk in Deutschland und aller Welt

Anzeige:
Feuerwerk
und Feuerwerkskörper Onlineshop, Feuerwerk Verkauf von Röder Feuerwerk

Am 31.Dezember ist es wieder so weit: Das alte Jahr geht zu Ende, das Neue wird begrüßt.

Vielerorts auf der Welt mit lautem Krachen und buntem Lichterzauber: dem Feuerwerk.

Autorin: Brigitte Arleff/Pyro-Constellation

Sendetermin: Deutsche Welle/Silvester 2006

Silvesterfeuerwerk in Deutschland und aller Welt (Textversion)



Autorin: Brigitte Arleff

Schon seit dem Mittelalter gehören Böller und Raketen zum Jahreswechsel. Von Helsinki bis Polen; von Russland bis Rejkjavik leuchtet der Himmel in der Silvesternacht.

Auch in Deutschland wird traditionell gezündelt und geknallt, was das Zeug hält.

Im Schnitt werden hier zwischen 100 und 200 Millionen Euro für einen bunten Feuerwerkshimmel ausgegeben. Und das, obwohl man größere Feuerwerkskörper der Klasse 2 nur an drei Tagen im Jahr, unmittelbar vor Silvester, kaufen kann. Die Aktion ‚Brot statt Böller’ der Deutschen Welthungerhilfe geht jedes Jahr an den Start, um die Menschen davon zu überzeugen, dass die Ausgaben für das Silvesterfeuerwerk besser in der Unterstützung von Hilfsprojekten in der dritten Welt anzulegen sei.

Traditionell soll das Spektakel die bösen Geister abwehren und das neue Jahr begrüßen.

Das erste Feuerwerk auf deutschem Boden fand 1507 statt. Jedoch keinesfalls zu Silvester, sondern zu Ehren des künftigen Kaisers Maximilian I. .Der Namensursprung des Silvesterabends liegt viel länger zurück, weiß Pastor Embgenbroich von der Kölner Kirche St. Severin.

Pastor Emgenbroich: „ Die Namensgebung für diesen letzten Tag unseres Jahres, 31.Dezember ist gewährleistet durch einen Papst. Er lebte am Beginn des 4.Jahrhunderts unserer christlichen Zeitrechnung in Rom.

Das Namensfest dieses Papstes Silvester hängt mit seinem Todestag zusammen. Das ist katholischer Brauch, dass nicht der Geburtstag – abgesehen vielleicht von Jesus- das entscheidende Datum ist, sondern der Todestag. „


Seit über 1600 Jahren wird bei uns zum Jahresausklang Silvester gefeiert. Das ist nicht überall so. In China wird das Neujahrsfest zum ersten Neumond zwischen dem 20.Januar und dem 20.Februar gefeiert. Auch hier traditionell mit Feuerwerken, die den bösen Drachen ‚Nin’ verjagen sollen.

China gilt als Erfinder des Schwarzpulvers und damit als Ursprungsland des Feuerwerks. Bereits um 1000 nach Christi wurden die ersten, einfachen Raketen in Bambusröhrchen in den Himmel geschickt.

 

In Russland ist der 31.Dezember der wichtigste Festtag. In vielen Familien wird Weihnachten und Silvester zugleich gefeiert. Es gibt Geschenke und um Mitternacht ein großes Feuerwerk.

Die „bombotschki“, kleine selbstgemachte Bombetten sind in Russland sehr verbreitet und nicht ungefährlich. Deshalb ruft Ephgenia Khan, Pyrotechnikerin der russischen Firma Khan dazu auf, professionell fabriziertes Feuerwerk zu kaufen.
Ephgenia Khan: „ We prefer to use the best quality of materials!“


In Deutschland werden Feuerwerkskörper vom Bundesamt für Materialforschung geprüft und erhalten ein BAM-Siegel.

In unseren europäischen Nachbarländern, Frankreich, England, Spanien und Portugal geht es an Silvester eher ruhig zu: man verfolgt den Glockenschlag einer Turmuhr im Fernsehen, wünscht sich etwas für das neue Jahr und herzt seine Mitmenschen. Spektakuläre Feuerwerke zündet man lieber zu anderen Anlässen.

In Frankreich zur Erinnerung an den ‚Sturm auf die Bastille’ am 14.Juli.

In England werden am 5.November, anlässlich des Guy Fawkes-Day’s Raketen und Zylinderbomben, Knaller und Salutschüsse in den Himmel gejagt.

Bei uns in Deutschland werden in den vergangenen Jahren zunehmend Feuerwerks-Shows inszeniert, geplant und durchgeführt von ausgebildeten Pyrotechnikern. Und das nicht nur zu Silvester. Die ‚Pyronale’ in Berlin oder ‚Der Rhein in Flammen’ in Köln sind Publikumsmagneten. Hans-Georg Kehse, Gründer der Berliner Firma Pyro-Art, verantwortlich für Großfeuerwerke in Deutschland und der ganzen Welt erläutert das Besondere dieser Pyro-Shows.

Hans-Georg Kehse:
„Das ist eben die Gesamtchoreographie aus allen pyrotechnischen Elementen, die man zur Verfügung hat. Also wir haben ja die unterschiedlichsten Sachen von Kometen, Feuertöpfe, Feuerwerksbomben unterschiedlicher Art und Weise, unterschiedliche Farben und diese Kombination, diese Kreation, dieses Design macht den Reiz eines Feuerwerks aus.“

Ganz im Gegensatz dazu sind die südeuropäischen Länder bekannt für ihre Straßenfeuerwerke, bei denen ganze Viertel um die schönsten und längsten Lichteffekte und lautesten Knallereien konkurrieren.

Hans-Georg Kehse: „ In Spanien speziell gibt es eine sogenannte Mascletta. Also das sind mit speziellen Zündschnüren verbundene Knaller, (kann man sagen), die dann auch in ihrem Verlauf ihres Abbrennens einen speziellen Rhythmus, wie den Flamenco erzeugen und (...) jede Straße sammelt das Geld und in jeder Straße, größeren Straße gibt es eine sogenannte Mascletta.“

Bei uns in Deutschland wird nur an Silvester fast jeder zum ‚Pyrotechniker für einen Abend’, auf dem heimischen Balkon oder auf der Straße vor dem Haus. Überall wird von der Wunderkerze bis zu großen Feuerwerksbatterien der Himmel und der Boden illuminiert, begleitet vom Krachen und Jaulen der Knallfrösche, Chinaböller und Heuler. Diese kleinen Feuerwerkskörper sind wahre Erlebnisgeschenke die lange in Erinnerung bleiben.

In Deutschland gehört nichts so sehr zum Silvesterabend, wie das Abschießen von Feuerwerk. Auf das Bleigießen zur Zukunftsdeutung oder die Feuerzangenbowle als traditionelles Silvestergetränk mögen inzwischen viele Menschen verzichten, nicht jedoch auf krachende Böller und glitzernde Raketen. Sie gehören zum Ausklang des alten Jahres, wie das Gläschen Sekt zum Anstoßen und der Ruf :“Ein frohes neues Jahr!“ oder „Guten Rutsch!“.


   Kontakt |  Sitemap | Feuerwerk | Feuerwerkskalender | Kalender Sitemap