Das griechische Wort ‚Pyros’ bedeutet Feuer. Die Pyrotechnik ist die Kunst vom Feuer. Das Schwarzpulver ist die Grundlage pyrotechnischer Produkte. Bereits 25 bis 250 nach Christi waren die Grundstoffe Kohle, Schwefel und Salpeter bekannt. Das Schwarzpulver wurde um das Jahr 1200 in Indien oder China erfunden. Es gibt Dokumente, die den Einsatz erster, einfacher Raketen aus Bambusröhrchen in der Sung-Dynastie belegen. ( 960 – 1279)
Ein Vorläufer des Schwarzpulvers war unter dem Namen ‚Greek Fire’ bei den Griechen und Byzantinern bereits um 670 nach Christi bekannt. Marcus Graecus erwähnt das ‚Greek Fire’ in seinem Buch „ Liber ignium ad comburendos hostes“ im 8.Jahrhundert.
Der englische Mönch Roger Bacon experimentierte mit den chemischen Grundstoffen des Schwarzpulvers. Belegt ist das in seinem Werk ‚Opus Majus’ von 1242, in dem er die Verwendung eines Schwefel-Salpeter-Gemischs für Knallkörper beschreibt.
Die Erfindung des eigentlichen Schwarzpulvers bahnte sich den Weg von China über Vorderasien nach Griechenland und Italien. Vermutlich haben wir diese Weiterleitung holländischen und portugiesischen Seefahrern zu verdanken. Erst im 14. oder15. Jahrhundert nutzten die Europäer das Schwarzpulver. In etwa zu dieser Zeit hatte man gelernt, die Brennkraft der Flammen eines Feuers mit Hilfe von Schwärmern und Raketen zu verstärken.
Ursprünglich setzte man das explosive Material für Kriegszwecke ein. Oftmals hing der Ausgang eines Krieges vom fachlichen Können eines guten Feuerwerkers ab.
So gaben unter König Alphonsus XI. von Spanien aus Mörsern verschossene Eisenkugeln den Ausschlag bei der Belagerung Castilliens durch die Mauren im Jahr 1331.
1379 ist die erste friedliche Anwendung von Schwarzpulver zu Feuerwerkszwecken dokumentiert.
Erst 1529 erschien in Straßburg das erste Feuerwerksbuch.