Flammende Sterne Ostfildern (24.-26.8.2007)
Die Firma Pyroproffs unter Rainer Haag eröffneten die Veranstaltung im Scharnhauser Park in Ostfildern mit dem Motto ‚Aurora burealis’ – Das Nordlicht. Das Feuerwerk wurde nicht – wie angekündigt- zur Musik von Abba abgebrannt. Es dominierten die Farben blau, grün und violett, die den Zauber des hohen Nordens farblich an den Himmel bringen sollten. Gut ausgewogene Choreografie zwischen Dynamik und poetisch ruhigen Phasen. Besonders überzeugend waren die Sequenzen des mehrschichtigen Etagenfeuerwerks, das vom Boden bis hoch in den Himmel alle Schichten als Pyrobühne nutzte.
Am zweiten Abend gelang der taiwanesischen Firma ‚San Tai Fireworks’ ein großartiges Himmelsschauspiel, dass den Himmel zu jeder Zeit übervoll bunt leuchtend erstrahlen ließ.
Die Farbe Gold war dominant und Heuler und Knaller setzten akustische Akzente.
Eine beeindruckende Show von poetischer Schönheit, die von der ältesten Feuerwerksfirma Taiwans hier in Ostfildern geboten wurde. Lediglich das Finale war mit 4 Sekunden etwas zu kurz geraten und fiel daher gegenüber der Gesamtchoreografie etwas ab.
Last not least trat am dritten Abend das Team ‚Innovative Pyrotechnik’, der Vorjahressieger an, um auch 2007 den Titel zu verteidigen. Die Pyrotechniker aus Ehningen bei Stuttgart holten sich im Juli den Vizeweltmeisterschaftstitel und zeigten in Ostfildern Ausschnitte aus dem ‚Weltmeister-Programm’. Die Feuertopfsequenz ‚Xylophon’ gab der Choreografie ihren Namen. Die Sequenz wurde jedoch allgemein als zu lang empfunden, was dem Fluss der Gesamtkonzeption abträglich war. Die Pyrotechniker von IP verstanden es allerdings meisterlich, ihre Materialien musiksynchron auf zehntel Sekunden genau zu zünden, was letztendlich –neben dem furiosen Finale- auch die Jury überzeugte. Vielleicht spielte auch die Erinnerung an 2006 eine Rolle, wo IP mit einer visuellen und musikalischen Reise durch die Feuerwerksgeschichte Jury und Publikum gleichermaßen überzeugte. Vergleicht man 2006 mit 2007 so reichte das Team von IP nicht ganz an seine eigene Leistung heran, weshalb vermutlich auch die Zuschauer und Herr Berner von IP Taiwan als Favoriten sahen.
